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Im Januar und Februar konnten wir auf Grund starker Regenfälle auf dem Feld nichts machen, im Januar sind 260l/qm und Februar 180l/qm Regen gefallen. Glücklicherweise sind wir von schweren Schäden wie in anderen Regionen Portugals verschont geblieben, so dass wir nur warten mussten, bis es trocken genug zum Arbeiten wird.
Auch im Gewächshaus war es nass und kalt, die Pflanzen haben sich kaum entwickelt und kommen erst seit den letzten wärmeren Tagen in die Gänge.

Seit Mitte Februar ist es trocken gewesen, schließlich konnten wir einige größere Arbeiten erledigen. Ein Teil des Rosmarins konnte mit dem neu gekauften Bagger zügig entfernt und die schwere Erde aufgegraben werden. Auf dem Feld gibt es einen schweren, lehmigen Streifen, auf dem sich die meisten Pflanzen schwer tun und nach 2-3 Jahren wieder kaputt gehen. Staunässe und Quecke sind im Kräuteranbau leider alles andere als hilfreich. Ich hoffe, ich finde irgendwann eine dauerhafte Lösung, weil auch rein optisch dieser Streifen kein Aushängeschild ist. 
Auch wenn der Gelbsenf, den wir als Gründüngung im vergangen Oktober ausgesät hatten, in voller Blüte steht, muss er langsam weichen. Gelbsenf keimt schnell und macht viel Blattmasse, die den Boden bedeckt und vor Erosion schützt. Gleichzeitig lockert er mit seinen tiefgehenden Wurzeln schwere Böden - soweit die Theorie, auf unserem besagtem Streifen hat sogar der Gelbsenf seine Schwierigkeiten. An anderen Stellen auf dem Feld hat sich der Boden schon merklich verbessert.
Neben der Arbeit mit schwerem Gerät ist die Hauptarbeit im Frühjahr wesentlich aufwendiger: das Ausmähen mit der Motorsense und anschließend das Jäten per Hand um die Pflanzen herum, um die Konkurrenz zur Nutzpflanze in Schach zu halten. Später im Jahr vertrocknet das Beikraut einfach, und ist nur noch an den Stellen zu sehen, die bewässert werden. 

Im Gewächshaus konnte ich die warmen Tage nutzen, um die Aussaat vom Oktober, die ich schon in Styropor-Trays vereinzelt hatte, einzutopfen. Leider sind es nicht ganz so viele Pflanzen geworden, wie ich mir bei der Aussaat vorgestellt hatte. Da bin ich aber auch nicht ganz unschuldig daran. Nachdem Vereinzeln in die Trays hatte ich sie mit einem Wurzelaktivator gegossen, das war wohl für die kleinsten Pflanzen zu scharf und sie sind eingegangen. Shit happens und man lernt nie aus, kann man da wohl nur sagen. Insgesamt bin ich mit der Menge an Pflanzen sehr zufrieden und kann demnächst ein großes Stück unseres Feldes bepflanzen.